SSC - Landau

06.12.2009 Bescherung zum Jahresabschluss


22.11.2009 Aufstiegsrunde zur Landesliga bei den DMS: Nur ein Verein aus der Südpfalz - SG Landau/Offenbach im Mittelfeld


15.11.2009 Südwestmeisterschaften: SG Landau/Offenbach stellt 37 Pfalzmeister


27.10.2009 Yes, he can!


03.10.2009 Für Meisterschaften qualifiziert


13.09.2009 Aktuelle Kurse des SSC


27.06.2009 Vereinsrekorde für Heberger
12.05.2009 Bronze bei den Süddeutschen
21.04.2009 Starke Masters bei den RLP-Meisterschaften


15.03.2009 Kleine Besetzung, gute Ergebnisse


10.03.2009 Heberger mit Pflichzeit


04.02.2009 Chancen für die 2. Garde
01.01.2009 ARCHIV VEREINSLEBEN


31.12.2008 ARCHIV 2008
Im Folgenden sind die Presseartikel eingestellt, die im Jahr 2008 in der lokalen Presse abgedruckt wurden. Am Ende sind die Ergebnisse zur Vereinsmeisterschaft des SSC eingestellt. Rainer Bieling, Pressewart


14.12.2008 ERGEBNISSE STATT ERLEBNISSE: SWSV-MEISTERSCHAFTEN
PIRMASENS (rpb). Die Schwimmerinnen und Schwimmer der SG Landau-Offenbach behaupteten sich auf der Bühne der kombinierten Pfalz- und Südwestmei-sterschaften und sammelten 26 Bezirks- und 21 Verbandstitel. Mit der einfachen Formel „Ergebnisse statt Erlebnisse“ positionierte sich die südpfälzische Mannschaft als stärkstes Team hinter den Startgemeinschaften aus Mainz und Worms.
Laura Heberger war wie gewohnt besonders erfolgreich. Gleich sieben Mal wurde sie Pfalzmeisterin, davon zweimal auch Südwestmeisterin: In 1:19,32 Minuten gewann sie die 100 Meter Brust, über die doppelte Distanz waren es sensationelle 2:52,41 Minuten, die den Sieg und einen neuen Vereinsre-kord bedeuteten. Erfolgreicher als ihre Schwester Annabelle war diesmal Melissa Perner. Die 19-jährige Essingerin darf sich mit sechs Pfalz- und zwei Südwesttiteln schmücken. Annabelle Perner, 14 Jahre alt, gewann in ihrer Altersklasse fünf Entscheidungen auf Pfalzebene. Nach verpatztem Start über die 200 Meter Kraul überwand Julia Jaschkowitz ihren Frust und holte sich die Goldmedaille über ihre Paradestrecke, den 800 Metern Kraul, in 10:18,68 Minuten. Eine Leistungsexplosion erlebte Daniela Pfeuti. Die 17-Jährige aus Offenbach schlug über die 100 Meter Kraul in 1:05,41 Minuten, wo vor gerade einmal sieben Tagen noch eine 1:07,88 stand. Auch über die 100 Meter Lagen (1:14,93) verbesserte sie den Vereinsrekord um fast zwei Sekunden. Noch einmal richtig spannend wurde es bei den Sprintstaffeln der Damen: Gemeldet über die 4 mal 50 Meter Brust, Kraul und Lagen schafften es Laura Heberger, Melissa und Annabelle Perner und Daniela Pfeuti zweimal zur Bronzemedaille. Dass die Einzelzeiten der Schwimmerinnen so eng beieinander lagen, unterstrich einmal mehr die gute Aufstellung der SG im Bereich der Frauen.
Bei den Männern blieb es an Michael Hott die Fahne hochzuhalten: Über vier Strecken wurde er Südwestmeister und freute sich über Bestzeiten in Rücken (1:07,94) und Kraul (0:25,97).
Zur tollen Gesamtleistung trugen aber auch die Masters der SG bei. In eigenen Wettbewerben startend sammelten sie in der Verbandswertung 28 der erreichten 54 Medaillen. Alleine Juliane Graupner und Magnus Hellmich wurden je viermal Südwest-Meister.


06.12.2008 NIKOLAUSSCHWIMMEN
LANDAU (rpb). (rpb). Im LaOla herrscht schon früh am Morgen reges Treiben. Der Schwimm- und Sportclub (SSC) richtet sein Nikolausschwimmen aus. Dafür wird Sportbecken für einen langen Wettkampftag vorbereitet. Janina Kolbeck, die 12-jährige Roschbacherin, zieht die schweren Wettkampfleinen ins Wasser. Im Hintergrund weist ihr Trainer Rainer Bieling ihre Trainingskameradinnen beim Spannen der Fehlstartleine ein.
In einer halben Stunde wird sich Janina einschwimmen: 600 Meter sollen es mindestens sein, am Ende dann noch Sprints in Brust und Kraul. „Damit die Muskulatur sich auf die Belastung vorbereiten kann“, weiß die Rückenspezialistin. Um 10.00 Uhr startet Janina zum ersten Mal über die 100 Meter Brust. Nach guten 1:44,53 Minuten ist schon wieder alles vorbei. Doch die Schwimmerin sieht nicht glücklich aus: Janina hebt sich den Bauch, schüttelt sich und unterdrückt die Tränen. Sie kennt den Schmerz; erst vor zwei Wochen verbrachte sie mit Verdacht auf eine Blinddarmkolik ein ganzes Wochenende im Krankenhaus. Schnell stehen Kira Schulz und Sophie Schlimmer bereit und trösten ihre Freundin. Auch der Trainer findet aufmunternde Worte, so dass der wichtige Wettkampf zum Jahresabschluss weiter gehen kann.
Um 11.30 Uhr stehen die 100 Meter Kraul auf dem Programm. Trotz der Schmerzen will Janina endlich die 1:20,00 knacken. Das hat sich auch Kira Schulz vorgenommen. Die 13-jährige Schülerin ist Janinas treueste Trainingspartnerin. Der Trainer der Mädchen steht schon mit der Stoppuhr am Beckenrand parat und singt: „Neunzehn, neunzehn!“ Er glaubt fest daran, dass die beiden heute unter 1:20,00 bleiben. Der Startpfiff ertönt. Janina springt, macht lehrbuchgemäß ih-re Delfinbewegung unter Wasser und schwimmt ihre ersten Züge Richtung Wende. Kira bleibt gleich auf. Nach der Hälfte der Strecke sind beide auf Kurs. Doch Kira kann das hohe Tempo nicht halten. Derweil zieht Janina ihre dritte Bahn mit viel Abdruck und kräftigem Beinschlag. Nach der Wende sind es noch 25 Meter. Ihr bleiben noch knapp 19 Sekunden. Mit einem schnellem Anschlag rettet die Realschülerin ihre Zeit: 1:19,41 Minuten zeigt die Stoppuhr des Zeitnehmers. Kira hat 1:22,36 Minuten gebraucht. Freudestrahlend und schmerzfrei steigt Janina aus dem Wasser und darf die Glückwünsche entgegennehmen.
In der Mittagspause stärken sich die Schwimmerinnen im Clubhaus ganz typisch mit Nudeln und Soße. Danach sollen die 100 Meter Rücken geschwommen werden. Darauf freut sich Janina besonders, ist doch das Rückenschwimmen ihre stärkste Disziplin. In Bestzeit von 1:25,65 Minuten setzt sie sich souverän an die Spitze ihrer Konkurrentinnen und gewinnt den Wettbewerb im Jahrgang 1996. Jetzt bleiben noch die 100 Meter Delfin und 200 Meter Lagen. Während Janina für die Delfinstrecke (1:33,36) noch einmal alle ihre Kräfte sammeln kann, bleibt für die doppelte Lagendistanz (3:15,04) nichts mehr übrig.
Trotzdem: „Janina wurde für ihren Trainingsfleiß mit einem tollen Wettkampf belohnt“, so Trainer Rainer Bieling. „Jetzt freuen wir uns aber auch auf die trainingsfreie Zeit um Weihnachten, um dann mit geladenen Batterien ins neue Jahr zu starten.“ Gegen 17.00 Uhr ziehen sie noch die blau-gelben Wettkampfleinen aus dem Wasser, die bis zum nächsten Nikolausschwimmen des SSC im Keller des LaOla bleiben.


05.12.2008 VORBERICHT NIKOLAUSSCHWIMMEN
LANDAU (rpb). Zum Jahresabschluss lädt der Schwimm- und Sportclub (SSC) zum alljährlichen Nikolausschwimmen ins LaOla ein. Wenn auch nicht für die Ergebnisse der Athletinnen und Athleten verantwortlich, wünscht der Veranstalter allen Aktiven eine schöne Bestzeiten-Bescherung. Fred Günther, sportlicher Leiter und Organisator, bearbeitete 967 Meldungen von 267 Aktiven, welche sich auf 17 Vereine verteilen. „Da wird das Sportbecken bis mindestens 17.00 Uhr belegt sein“, vermutet Günther.
Der Gastgeber, firmierend unter der Startgemeinschaft Landau-Offenbach, stellt mit 82 Schwimmerinnen und Schwimmern das Gros des Teilnehmerfeldes. Während die altbekannten Größen wie Laura Heberger, Annabelle Perner oder Michael Hott ihren Leistungsstand für die eine Woche später stattfindenden Pfalzmeisterschaften prüfen, werden sich insbesondere die Nachwuchshoffnungen des Trainergespanns Bieling – Kühner beweisen müssen.
Rainer Bieling trainiert die 10- bis 14-Jährigen: „Wir sind alle sehr gut vorbereitet. Das einwöchige Trainingslager in den Herbstferien, das von Christina Deny und Marcel Kühner geleitet wurde, legte den wichtigen Grundstein für die Arbeit bis zum Nikolausschwimmen. Die Kinder und Jugendlichen sind technisch wesentlich sicherer und können jetzt ihre Kraft dosierter ins Wasser bringen. Ich erwarte Bestleistungen.“ Ärgerlich sind der krankheitsbedingte Ausfall von Melissa Herrmann und Karl Wanner. Marcel Kühner, verantwortlich für das Training der Jüngsten, sieht dem letzten Wettkampf des auslaufenden Jahres eher gelassen entgegen. „Meine Kinder, alle zwischen 7 und 10 Jahre alt, werden mit Heimvorteil starten. So sind sicher sehr gute Zeiten möglich.“
Am Ende wird Fred Günther die Jahresbilanz erstellen und die Vereinsmeister des SSC und des SSV Offenbach bekannt geben.


23.11.2008 HEBERGER IN FORM - SG-FRAUEN HINTER GRÜNSTADT
KOBLENZ (rpb). Einen spannenden Wettkampf um den Aufstieg in die Landesliga Rheinland-Pfalz im Rahmen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) durchlebte die Frauenmannschaft der SG Landau-Offenbach. Dabei mussten sich die Schützlinge von Trainer Fred Günther ihren Konkurrentinnen aus Grünstadt geschlagen geben. Nach 34 Wettbewerben in direktem Vergleich lagen die Damen aus dem Leininger Land (16868 Punkte) gerade einmal 300 Punkte vor den Landauerinnen (16552).
Beste Landauerin war Laura Heberger. Mit 2838 Punkten und fünf guten Zeiten erzielte die 18-Jährige die meisten Punkte für die Startgemeinschaft. Annabelle Perner, 14 Jahre alt, knüpfte nach einer Durststrecke wieder an ihren alten Leistungsstand an und trug 2523 Punkte zum Gesamtergebnis. Ihre fünf Jahre ältere Schwester Melissa (2543) überraschte genauso mit einer Bestzeit über 200 Meter Rücken, wie Daniela Pfeuti (2398) mit Bestleistungen über 50 Meter Kraul und 100 Meter Brust. „Die Wettkämpfe zur DMS folgen eigenen Gesetzen. Da ist plötzlich alles möglich“, kommentierte Coach Fred Günther die Leistungssteigerungen. Durch eine Grippe geschwächt startete Julia Jaschkowitz. Die 15-Jährige musste die langen Strecken wie 400 und 800 Meter Kraul abdecken und sammelte 2274 Punkte. Die gleichaltrige Anna Janowitz (1425) startete als Delfinspezialistin über die 50 und 100 Meter und schwamm prompt zwei Bestzeiten. Nele Zaucker, 14 Jahre alt, schaffte mit zwei persönlichen Rekorden über 50 Meter Rücken und Delfin den Sprung über die 2000er-Marke (2178). Für ihre Klassenkameradin Maria Kühnel (373), blieben da nur noch die 800 Meter Kraul, die dafür aber mit Bestleistung beendet wurden.
Schon im Vorkampf auf Verbandsebene mussten sich die Schwimmerinnen der SG Landau-Offenbach mit der Mannschaft aus Grünstadt messen. Die Damen aus dem Leininger Land waren da noch Zweiter, hatten aber jetzt in der Aufstiegsrunde die bessere Aufstellung und keine krankheitsbedingten Ausfälle. „Im nächsten Jahr werden wir mit dem gleichen Team den Aufstieg in die Landesliga schaffen!“, versprach Trainer Fred Günther.
Auch die Herren der Startgemeinschaft hatten ihren Auftritt im Aufstiegskampf. Obwohl schon im Vorfeld deutlich wurde, das allein der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“ zählen würde, ließen es sich die Männer diesen Wettkampf nicht nehmen. Michael Hott (2525), Rainer Bieling (2381), Remo Gewiss (2378) und Paul Schnäbele (2294) knackten mit ihren fünf Starts die 2000er-Marke. Marcel Kühner (1813), Philipp Spangenberg (1346), Frank Dissinger (966) und Matthias Jung (660) komplettierten die Herrenmannschaft.


14.09.2008 SENSATIONSZEIT VON HEBERGER ZUM SAISONAUFTAKT
WORMS (rpb). Laura Heberger, gerade 18 Jahre alt geworden, feierte zum Beginn der Hallensaison einen sensationellen Start auf der 25-Meter-Bahn. Sie pulverisierte ihren eigenen Vereinsrekord über 100 Meter Brust und schlug nach 1:17,70 Minuten an. „Das sind mehr als 13 Zehntel Differenz zur alten Bestzeit“, so der fast ungläubige Kommentar der Landauerin. Diese Leistungsexplosion war zu Beginn des Wettkampfs so auch nicht absehbar: Bei den ersten vier Wettbewerben bestätigte Laura Heberger ihre Bestmarken vom Frühjahr. Bei den 50 Meter Brust lag sie sogar eine Sekunde darüber. Dann standen die 100 Meter Delfin auf dem Programm, die schon nach 1:08,82 Minuten wieder vorbei waren. Bestzeit! Als hätte die Schülerin auf Rekord umgeschaltet, schwamm sie dann auch die 100 Meter Brust. Bis Sonntag war die 1:19,00 wie zementiert. Immer wieder war Laura Heberger diese Zeit geschwommen. Mit einem perfekten Sprung ins Wasser startete sie zum bisher schnellsten Rennen. Schon der Tauchzug brachte die Schwimmerin weit nach vorne, die Konkurrentinnen hatten schon nach den ersten zehn Metern das Nachsehen. Mit kräftigen Beinschlägen und lang nach vorne geschobenen Armen setzte sich Heberger nicht nur optisch von den anderen ab. Mit der gestoppten Zeit war der goldenen Platz auf dem Treppchen sicher. „Nach so vielen Trainingskilometern hatte ich zum Saisonauftakt derartiges nicht erwartet“, meinte Trainer Fred Günther im Gespräch. Über 100 Kilometer sind die Mitglieder der Wettkampfmannschaft allein im zehntägigen Trainingslager in Offenbach geschwommen. Und die Zeit zwischen Schulbeginn und dem Wettbewerb in Worms war von den Umfängen auch auf Kraftausdauer ausgelegt. „Man darf gespannt sein, was da noch kommt“, so Günther weiter.
Aber auch andere Schwimmerinnen und Schwimmer der SG Landau-Offenbach hatten die guten Trainingsmöglichkeiten im Offenbacher Freibad für sich genutzt. Julia Jaschkowitz gewann den Sonderpreis für die punktbeste Leistung. Den Pokal erhielt die 15-Jährige für die Bestzeit über ihre Paradestrecke 400 Meter Kraul (4:53,90). Anna Janowitz, ebenfalls 15 Jahre alt, schwamm die 100 Meter Kraul zum ersten Mal unter 1:10,00 Minuten (1:09,81). Marcel Kühner schwamm die 50 Meter (0:27,81) und 100 Meter Kraul (1:03,51) mit Bestzeit.


18.05.2008 LAURA HEBERGER QUALIFIZIERT SICH FÜR DIE DEUTSCHEN
WETZLAR/REGENSBURG (rpb). Laura Heberger qualifizierte sich im zweiten Anlauf über die 50 Meter Brust für die Deutschen Meisterschaften in Berlin. In sensationellen 0:35,67 Minuten ließ die Landauerin in Wetzlar die Konkurrenz hinter sich und löste das Ticket nach Berlin. „Nach den schmerzvollen Trainingstagen wegen meiner Oberschenkelzerrung ist das ein tolles Ergebnis“, fasste die Schülerin ihre Leistung zusammen. „Jetzt wünsche ich mir, dass ich in Berlin auch gut abschneide. Sonst hat sich doch der Aufwand aus vielem Training und der langen Reise für weniger als vierzig Sekunden Wettkampf gar nicht gelohnt“, so Heberger weiter. Mit ihrer derzeitigen Bestleistung belegt sie in der Rangliste den zehnten Platz. Damit ist sie dann auch die einzige rheinland-pfälzische Schwimmerin im Feld der besten deutschen Brustschwimmerinnen. Trainer Fred Günther will in den verbleibenden drei Wochen Schwerpunkte im Training der Arm- und Schultermuskulatur setzen. „Hier sehe ich die größten Defizite. Laura geht auf den letzten zwanzig Metern die Kraft aus“, analysierte Günter nach dem Wettkampf.
Eine Woche zuvor zeigte die Ausnahmeschwimmerin bei den Süddeutschen Meisterschaften noch Nerven und verpasste im direkten Duell der 18-Jährigen einen Medaillenplatz. Auf der Zeittafel im Regensburger Westbad leuchtete nicht nur der bittere Realität gewordene Zieleinlauf, sondern auch das Ergebnis: 0:36,18 Minuten über 50 Meter Brust. Auch die Favoritin, Anne Dathan aus Chemnitz (0:35,43), patzte und wurde Zweite hinter der Heidelbergerin Sybille Dalacker (0:35,01). Mit der Bronzemedaille konnte sich Elena Fedrizzi (0:36,01) schmücken, die damit gerade einmal 17 Hundertstel vor Heberger lag. Beim Einschwimmen sah das noch anders aus. Die Schülerin schwamm gut aufgelegt ihr Programm und überraschte mit sehr schnellen Spurts. „Mit zwei 25-Meter-Sprints in jeweils knapp 16 Sekunden sind schnellere Zeiten im Wettkampf möglich“, konstatierte Trainer Fred Günther die Vorlage seines Schützlings.
Während Heberger also ihre Qualifikation feierte, startete Vereinskameradin Annabelle Perner im selben Becken über die 100 Meter Kraul. Die Schülerin aus Essingen hatte sich im Vorfeld für die Süddeutschen mit einer 1:04,10 qualifiziert. Sie nutzte die Anspannung des wichtigsten Wettbewerbs ihrer bisherigen Karriere und schlug mit Bestzeit in 1:03,87 Minuten an. Dass am Ende nur der 16. Platz blieb, störte die Schwimmerin nicht. Perner: „Wenn ein solcher Wettbewerb von der Deutschen Meisterin in 0:59,42 Minuten gewonnen wird, bleibt einem nur die Anerkennung dieser tollen Leistung. Ich bin mit mir zufrieden.“
Das Quartett Julia Jaschkowitz, Annabelle und Melissa Perner und Laura Heberger bildete die Besetzung für die 4 mal 200 Meter Kraulstaffel. Die Vier erreichten mit einer neuen Bestzeit (9:37,37) einen achtbaren Platz im Mittelfeld. Fred Günther: „Letztlich muss man mit diesem Ergebnis zufrieden sein. Immerhin sind wir der einzige pfälzische Verein, der sich für diesen Wettkampf qualifizieren konnte.“


11.05.2008 LETZTER TEST VOR DEN SÜDDEUTSCHEN
GRÜNSTADT (rpb). Am Wochenende starteten Annabelle Perner und Laura Heberger von der SG Landau-Offenbach zum letzten wichtigen Testwettkampf vor den Süddeutschen Meisterschaften. Während die 18-jährige Laura Heberger nächstes Wochenende in Regensburg über 50 Meter Brust starten wird, bereitet sich Perner auf die Wettbewerbe der 14-Jährigen in Wetzlar vor, welche eine Woche später stattfinden. „Die räumliche und zeitliche Trennung der beiden Wettkämpfe bereitet zwar auch organisatorische Probleme, sind aber letztlich doch in Kauf zu nehmen, wenn die Schwimmerinnen solche Erfolge zu verbuchen haben“, meinte Fred Günther, Trainer der Wettkampfmannschaft, im Gespräch. Zudem werden die schnellsten Frauen der SG, Laura Heberger, Julia Jaschkowitz und die Schwestern Annabelle und Melissa Perner, in Regensburg die 4 mal 200 Meter Kraulstaffel schwimmen. Mit dem bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften erzielten Vereinsrekord (9:46,20 Minuten) könnten die vier einen Platz unter den ersten zehn Staffeln belegen.
Bestätigt Heberger die guten Trainings- und Wettkampfleistungen wäre bei den Süddeutschen eine Platzierung auf dem Treppchen, konkret die Bronzemedaille, möglich. Die Gymnasiastin lag mit ihrer bisherigen Bestzeit über die 50 Meterstrecke mit 0:36,12 Minuten deutlich unter den geforderten 0:36,80. Günther: „Da ist sogar noch die Pflichtzeit für die Deutschen Meisterschaften drin. Es fehlen nur noch drei Zehntel.“ Beim Wettkampf in Grünstadt setzte sich Heberger im international besetzten Feld gut in Szene und kassierte vier silberne und eine bronzene Medaille. Dabei setzte sie mit Bestzeit (2:23,08) über die 200 Meter Kraul ein deutliches Signal in Sachen Leistungsbereitschaft und -vermögen.
Annabelle Perner dagegen brauchte in Grünstadt noch nicht zu Höchstform aufzulaufen, was zwei Wochen vor dem bisher wichtigsten Wettbewerb ihrer Karriere auch ein fataler Zustand wäre. Mit Siegen über die 100 und 200 Meter Brust und einem zweiten Platz über die 100 Meter Kraul sammelte sie aber wichtiges Selbstvertrauen. In Wetzlar wird die 14-jährige Essingerin dies auch dringend brauchen. Über die 100 Meter Kraul liegt sie mit einer Meldezeit von 1:04,00 zwar mehr als eine Sekunde unter Pflichtzeit, muss sich aber mit einem sehr gut aufgestellten Feld an Konkurrentinnen auseinandersetzen.
Weitere Medaillen für die SG konnten Max Stein, Bronze über 200 Meter Brust in 3:12,32, und Julia Jaschkowitz über 200 Meter Kraul in 2:25,35 erringen.


05.05.2008 RALF EGGERS BETREUT OLYMPIA-HOFFNUNG HELGE MEEUW
LANDAU (rpb). Ralf Eggers, nach wie vor Landaus schnellster Schwimmer, betreut am Olympiastützpunkt (OSP) in Frankfurt den Rückenschwimmer Helge Meeuw, einer von drei männlichen Medaillenhoffnungen bei den Olympischen Spielen in Peking. Rainer Bieling sprach mit dem Sportwissenschaftler in dessen Lieblingscafe, das nur zufällig nah am Wasser gebaut ist.
Herr Eggers, seit knapp vier Jahren befindet sich Helge Meeuw in Ihrer Obhut. Wie kam es zu diesem Zusammentreffen? Welche Aufgaben und Arbeiten haben Sie übernommen? Helge kenne ich schon sehr lange. Damals war ich schon in die Vorbereitung seiner ersten Olympischen Spiele 2004 in Athen involviert. Während meines knapp zweijährigen Aufenthalts im Ausland hatten wir stets Kontakt. Nach meiner Rückkehr hatte Helge mich gebeten ihn wieder zu betreuen. Das habe ich natürlich sehr gerne übernommen, da ich ihn als Mensch sehr schätze und sein Talent und Wille zum Erfolg unübersehbar sind. Meine Aufgabenschwerpunkte sind dabei die Konzeption, sowie das Kraft- und Athletiktraining.
Sie sind privat und beruflich mit Landau verbunden, Sie sind verheiratet, erziehen zwei Jungs und unterrichten an der Maria-Ward-Schule. Helge Meeuw dagegen trainiert in Frankfurt. Wie gestalten Sie diese Fernbeziehung? Helge ist ein sehr zielorientierter und disziplinierter Athlet. Wir haben uns ein System aufgebaut, welches auch über die Distanz funktioniert, wenn es denn sein muss. Dabei ist sicherlich ein funktionierendes Betreuer- und Trainerteam mit deckungsgleichen Planungsstrategien und Trainingsmethoden von entscheidender Bedeutung. Aber man muss für diese individuelle Betreuung auch sehr viel Autofahrerei in Kauf nehmen.
Vom ehemaligen Nationaltrainer der schweizerischen Skimannschaft stammt der Ausspruch „Ich konnte den Sieg meines Schützlings nicht verhindern!“ Wie groß schätzen Sie Ihren Einfluss auf die Leistungsentwicklung von Helge Meeuw ein? Bei einem solch komplexen System wie der Leistungssport, ist eine Einschätzung nur schwer möglich. Entscheidend ist, dass wir einen Weg gefunden haben, der solch eine besondere Leistung ermöglicht. Daran sind sehr viele beteiligt. Familie, Freunde, der OSP, der deutsche Schwimmverband, Funktionäre, der Trainer und ganz besonders der Athlet, der alles umsetzen muss. Und in dieser Konstellation werde ich weiter als Stellrad direkt am und für den Athleten fungieren.
Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin qualifizierte sich Ihr Athlet über die 100 Meter Rücken in Europarekordzeit von 0:53,10 Minuten für die Olympischen Spiele in Peking. Wie ordnen Sie diese Leistung im Vergleich zur interna-tionalen Konkurrenz ein? Bestehen konkrete Medaillenhoffnungen? Mit dieser Zeit hat sich Helge eindeutig im internationalen Feld positioniert. Lediglich 0,13 Sekunden haben zum Weltrekord gefehlt. Da darf man schon mal an Medaillen denken. Das ist auch ganz klar unsere Zielstellung. Eine wichtige Motivation für die kommenden sehr harten und intensiven Trainingswochen. Allerdings ist die Weltspitze sehr eng beisammen und ein paar Zehntel bleiben schnell mal auf der Strecke. Ich persönlich denke, dass Gold oder Silber nur mit einer Zeit unter dem jetzigen Weltrekord erzielt werden können. Also ein schnelles Rennen, auf das ich mich jetzt schon freue.
Im September dieses Jahres sind nicht nur die Spiele in Peking Geschichte, sondern auch der olympische Zyklus endet. Haben Sie und Helge Meeuw schon Pläne für London 2012? Nein. Momentan ist nicht der richtige Zeitpunkt darüber nachzudenken oder sogar zu planen. Die kommende Zeit wird für Helge sehr stressig und die Anspannung steigt von Woche zu Woche. Nach dem großen Ziel kann man über Fakten und Perspektiven reden. Klar ist aber, dass Helge sich wieder mehr sei-nem Medizinstudium zuwenden wird. Ich persönlich bin auf jeden Fall 2012 in London. Entweder als Betreuer oder als Zuschauer.
Herr Eggers, in sportlicher Hinsicht sind Sie schon viele Wellenkämme geritten: Deutsche Meistertitel als Aktiver, Nationaltrainer der kuwaitischen Schwimmequipe und jetzt das Engagement in Frankfurt, das von den Verantwortlichen im Deutschen Schwimmverband mit viel positiver Resonanz bedacht wurde. Können Sie Ihre Kompetenzen auch im schwimmsportlichen Wellental in dem Landau liegt einbringen? Im Landauer Schwimmverein liegen nicht nur meine Wurzeln, sondern ich habe dem Verein auch viel zu verdanken. Sehr gerne möchte ich meine Erfahrungen einbringen und so etwas zurückgeben. Sicherlich sind die schwimmsportlichen Aufgaben in Landau etwas anders gelagert, aber dennoch sehr interessant. Ich hoffe, über meine Arbeit im Vorstand einen Beitrag zur schwimmsportlichen Weiterentwicklung für den Verein, die Kinder und Jugendlichen leisten zu können. Denn der Leistungssport, der sicherlich nicht das Maß aller Dinge ist, kann in all seinen Facetten nur aus einer guten Breite entstehen.


05.05.2008 RHEINLAND-PFALZ-MEISTERSCHAFTEN
MAINZ (rpb). Bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften standen die Schwimmerinnen und Schwimmer der südpfälzischen SG Landau-Offenbach bei der Vergabe der Medaillen des Öfteren mit auf dem Treppchen. Und das war nicht unbedingt so zu erwarten. Das zumindest ließ sich im Vorfeld aus dem Meldeergebnis zum Saisonhöhepunkt ablesen. Fred Günther, Trainer der Wettkampfmannschaft der SG Landau-Offenbach, hatte sich insbesondere von Annabelle Perner und Laura Heberger so manche Topleistung versprochen. „Dabei haben die beiden den entscheidenden Vorteil, dass sie ihre Qualifikationszeiten für die Süddeutschen Meisterschaften längst in der Tasche haben und ganz unbeschwert starten können“, so Günther im Gespräch.
Schon seit Wochen dominiert die 18-jährige Laura Heberger die Bruststrecken und so war es ihr ein leichtes den Titel über die 100 (1:22,36 Minuten) und 200 Meter Brust (2:59,21) sicher nach Hause zu bringen. Über die 50 Meter Brust (0:36,23) wurde sie in der Offenen Wertung Zweite. Doch damit nicht genug: Heberger schlug auch als Zweite über 200 Meter Lagen (2:40,84), 100 Meter Delfin (1:11,81) und 100 Meter Kraul (1:06,16). Mit sechs Medaillen im Einzel und drei weiteren in den Staffelwettbewerben war sie beim wichtigsten Leistungsvergleich auf Landesebene dann auch die erfolgreichste Athletin der SG.Einen erheblichen Anteil an der überaus positiven Bilanz der SG Landau-Offenbach mit 12 Rheinland-Pfalz-Meistern und weiteren 23 Medaillen hatten die Masters: Dabei war Juliane Graupner in der Altersklasse 20 mit drei Meistertiteln (50 Meter Brust, 100 Meter Brust und Kraul) die erfolgreichste Schwimmerin bei den über 20-Jährigen. Knapp dahinter platzierten sich Magnus Hellmich, Altersklasse 50, und der halb so alte Remo Gewiss mit jeweils zwei Gold- und zwei Silbermedaillen. Hellmich schwamm die 50, 100 und 200 Me-ter Brust und die 50 Meter Rücken, Gewiss startete über die 50 Meter Kraul, Rücken, Delfin und 100 Meter Kraul. Patrick Doppler (AK 20) wurde Erster über 50 Meter Brust und jeweils Dritter über 50 Meter Delfin und Rücken. Zur Vizemeisterschaft schwammen Christina Deny (AK 20, 50 Meter Rücken), Martin Müller (AK 20, 400 Meter Kraul) und Eckart Wingbermühle (AK 50, 200 Meter Brust). Wingbermühle wurde auch Dritter über die 100 und 50 Meter Brust.


03.05.2008. VORBERICHT RLP-MEISTERSCHAFTEN
BAD BERGZABERN/LANDAU/WÖRTH (rpb). Bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften werden die Schwimme-rinnen und Schwimmer der drei südpfälzischen Clubs bei der Vergabe der Me-daillen des Öfteren mit auf dem Treppchen stehen. Das zumindest lässt sich aus dem Meldeergebnis zum vorläufigen Saisonhöhepunkt ablesen. Fred Günther, Trainer der Wettkampfmannschaft der SG Landau-Offenbach, verspricht sich insbesondere von Annabelle Perner und Laura Heberger so manche Topleistung. „Dabei haben die beiden den entschei-denden Vorteil, dass sie ihre Qualifikati-onszeiten für die Süddeutschen Meister-schaften längst in der Tasche haben und ganz unbeschwert starten können“, so Günther im Gespräch. Die Laura Heber-ger kann auf Jahrgangs-Gold über die 50, 100 und 200 Meter Brust hoffen. Schon seit Wochen dominiert die 18-Jährige diese Strecken. Annabelle Perner ist über die 100 und 200 Meter Kraul gesetzt und will dort über die Mitkonkurentinnen Eva Steinmüller (Worms) und Katharina von Klitzing (Koblenz) trium-phieren. Was über die Kraulstrecke ein Leichtes werden könnte, muss beim Brustschwimmen hart erarbeitet werden. Die 14-Jährige startet über die 100 und 200 Meter Brust in einem stark besetzten Feld.
Mit diesem Umstand wird sich auch die 12-jährige Saskia Schmutzer vom SC Wörth auseinandersetzen müssen. Sie ist über 200 Meter Brust und 100 Meter Delfin auf den jeweils dritten Platz ge-setzt, muss aber ihre Gegnerinnen im Auge behalten, damit diese ihr nicht noch die Medaille streitig machen. Julia Jaschkowitz (Landau-Offenbach) könnte dasselbe Schicksal über die 400 und 800 Meter Kraul ereilen. Die vergangenen Wettbewerbe haben gezeigt, wie schnell man auf den letzten Metern nach hinten durchgereicht werden kann.
Der Bergzaberner Christian Roder kann mit seiner Meldezeit über die 100 Meter Delfin den Landestitel einstreichen. Wenn er sich dann noch um acht Zehntel verbessern und die Minutengrenze durchbrechen würde, wäre das ein besonderer Sieg. Billy Hül vom SC Wörth nähert sich ebenfalls der magischen Mi-nutengrenze an. Allerdings bei den 14-jährigen und über die Kraulstrecke. Mit seiner derzeit aktuellen 1:03,85 wird er wohl Dritter werden.
Bei der SG Landau-Offenbach werden auch einige Masters an den Start gehen und für manche Medaille bei den über 20-Jährigen sorgen. Damit würden sich dann auch die Hoffnungen von Fred Günther erfüllen, der mit den Erfolgen der Einzelstarts, aber auch der der Staf-feln, die erfolgreichste Mannschaft im pfälzischen Teil des Südwestdeutschen Schwimmverbandes stellen will.
Infos: Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Schwimmen, 03./04.05.2008, Trag-lufthalle Mainz-Mombach


20.04.2008 KEINE LANGEN GESICHTER IN LANGEN
LANGEN (rpb). Im Schatten der Deutschen Meisterschaften mit der wichtigen Olympiaqualifikation startete die SG Landau-Offenbach beim Schwimmfest in Langen, um selbst Pflichtzeiten für die Süddeutschen Meisterschaften zu sammeln.
Laura Heberger brauchte zwar 1:22,25 Minuten für die 100 Meter Brust, konnte aber die Konkurrenz abschütteln und siegte über ihre Paradestrecke. Auf den weiteren Strecken konzentrierte sich die 18-Jährige auf die Wechselzugschwimmarten: 50, 100, 200 und 400 Meter Kraul, sowie die 200 Meter Rücken. Aber gerade die Rückenstrecken liegen der Brustschwimmerin eigentlich gar nicht. Aber Heberger weiß: "Damit sich Wettkampfhärte und mentale Stärke für die wichtigen Wettbewerbe ausbilden kann, sind solche Grenzgänge einfach wichtig." Sprachs und verbesserte ihre alte Bestzeit um zwei Sekunden auf 2:50,08 Minuten.
Daniela Pfeuti, gerade erst nach einem einjährigen Aufenthalt vom Kap der Guten Hoffnung in die Südpfalz zurückgekehrt, wurde bei den 17-Jährigen Zweite über 400 Meter Kraul (5:55,10). Die ein Jahr jüngere Anna Janowitz freute sich über den dritten Platz über 200 Meter Rücken (3:01,85) und drei weitere Bestzeiten. Nele Zaucker (13 Jahre) und Svenja Krause (14) duellierten sich über die 50 Meter Kraul. Vor dem Start trennten die beiden Athletinnen noch zwei Zehntel und einen Lauf, weil Krause mit der besseren Meldezeit im schnelleren Rennen gesetzt war. Am Ende war es dann nur noch ein Hundertstel, diesmal zu Gunsten der jüngeren Zaucker (0:32,06).
Annabelle Perner kurierte derweil ihre Verletzung der rechten Hand aus, die der 14-Jährigen schon eine Woche Trainingsausfall bescherten.


16.03.2008 PERNER ZU DEN SÜDDEUTSCHEN
BERGEN-ENKHEIM (rpb). Pfiff zum Start des achten Laufs über 100 Meter Kraul der Frauen. Die Traglufthalle über dem 50-Meter-Becken in Bergen-Enkheim nahe Frankfurt hält Hitze und Lärm fest, die Stimmung über dem aufgeschäumten Wasser ist nervös. Auch Annabelle Perner ist angespannt, auch wenn man der 14-Jährigen diesen Umstand nicht ansieht. Die Beine unter dem Plastikstuhl aus dem Baumarkt zusammengefaltet und den Oberkörper nach vorne geneigt, lässt sie ihre athletischen Arme locker nach vorne baumeln. Ihre Schultern bewegen sich rhythmisch im Takt zur Musik, die der mp3-Player wiedergibt.
Pfiff zum Start des neunten Laufs. Immer wieder kreist die Stimme des Trainers im Kopf: „Heute schaffst du es!“, meinte Fred Günther, während Annabelle sich in Vorbereitung ihres Starts die gesträhnten Haare hochsteckte, damit sie auch unter die Badekappe passen. Die Pflichtzeit für die süddeutschen Meisterschaften ist in den letzten vier Wochen in greifbare Nähe gerückt: 1:04,80 Minuten sind gefordert. Und damit trennen gerade einmal fünf Zehntel die Gymnasiastin vom größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere.
Pfiff zum Start des zehnten Laufs. Annabelle zurrt ihre Silikonmütze fest, überprüft die Träger am Schwimmanzug und setzt die extra eng gestellte Schwimmbrille auf. In einer Minute erfolgt ihr Start und dann dauert es noch einmal eine gute Minute, bis über Erfolg oder Misserfolg entschieden ist. Erst gestern hatten Antje Buschulte und Petra Dallmann, Deutschlands erfolgreichste Kraulschwimmerinnen, die Startbrücke mit Annabelle geteilt. Doch dieses kurze Aufeinandertreffen hat Annabelle nicht mehr im Sinn. Gerade hat sie sich Hände und Gesicht angefeuchtet, streckt die Arme nach hinten und spreizt die Finger. Die letzte Schwimmerin aus Lauf Zehn hat angeschlagen.
Der Schiedsrichter gibt den elften Lauf frei: Drei kurze Pfiffe ertönen, diesen folgt ein lang gezogener, der die acht Schwimmerinnen bei ihrem Aufstieg bis zur Startblockkante bekleidet. Für einen kurzen Moment herrscht fast absolute Stille in der bis dahin dröhnend lauten Halle. Dann das Kommando „Auf die Plätze“ und der eigentliche Startpfiff. Annabelles Hände lösen sich vom Block und fliegen nach vorne. Der Start ist diesmal gut gelungen, der kraftvolle Abdruck vom Block katapultiert sie weit nach vorne, der unter Spannung stehende Körper taucht ins Wasser ein. Der viel zu kurzen Gleitphase folgen drei kräftige Delfin-Kicks. Die Arme beginnen im immer gleichen Rhythmus durchs Wasser zu peitschen. An der 25-Meter-Markierung hält Fred Günther die Luft an und die Zwischenzeit fest. 14,0 Sekunden zeigt die Stoppuhr an, genau die Zeit aus der Marschroute, die Trainer noch vor dem Rennen mit seinem Schützling besprochen hatte. Nach fünfzig Metern dann die Vorentscheidung: 30,6 Sekunden hält Fred Günther auf seinem Brett fest. Es bleiben noch 34 Sekunden; das würde reichen. „Jetzt darf sie nur keine Nerven zeigen“, denkt Fred Günther laut. Ab diesem Punkt zeigen sich dessen gute Vorbereitung und deren entsprechende Umsetzung durch die Athletin. Fast mühelos erhöht Annabelle die Frequenz von Beinschlag und Armzug. Die Hände suchen immer wieder den optimalen Abdruck vom Wasser. Noch dreißig Meter bis zum Anschlag, und die Essingerin mobilisiert ihre letzten Kräfte. Nach dem Endspurt und einer schnellen Bewegung nach vorne löst sie mit ihrer rechten Hand die Automatik der gelben Anschlagmatte aus. Fred Günther drückt den Stoppknopf seiner Uhr: 1:04,50 Minuten zeigt das Display, das wäre die Pflichtzeit. Doch erst die Anzeigetafel gibt Gewissheit: Nach bangen Sekunden erscheint das offizielle Ergebnis: 1:04,60 Minuten. Fast benommen rollt sich Annabelle über die straff gezogenen Wellenkillerleinen zur Treppe am seitlichen Ausstieg. Ihre Beine zittern und der Brustkorb hebt und senkt sich unter den tiefen Atemzügen. Geschafft! Annabelle hat sich für die Süddeutschen Meisterschaften im Mai qualifiziert und wird dort über die 100 Meter Kraul starten. Da kommt auch schon Fred Günther und klopft seiner Athletin anerkennend auf die Schulter. Mit einem kurzen einvernehmlichen Blickkontakt signalisieren sich die Beiden: „Glückwunsch und Danke! Wir haben alles richtig gemacht!“


09.03.2008 "START IN DEN FRÜHLING"
SPEYER (rpb). Die beiden Schwestern Saskia und Janina Schmutzer vom SC Wörth hatten beim „Start in den Frühling“ im Speyerer Hallenbad den ersten Platz auf dem Siegerpodest abonniert. Die 12-jährige Saskia dominierte ihre Altersklasse und gewann fast alle ihre Starts mit großen Abständen zur Konkurrenz: Über 100 Meter Lagen (1:21,04 Minuten) waren es fünf Sekunden, auf der Kraulstrecke (1:12,98) immerhin noch eineinhalb Se-kunden, die Rücken gewann sie mit drei Sekunden Vorsprung und dann noch einmal vier Sekunden beim Del-finschwimmen, die zwischen der Zweit-plazierten Katrin Puder (TSG Zellertal) und Schmutzer lagen. Allerdings musste auch die Wörtherin trotz der sehr guten Gesamtleistung Federn lassen. Über die 100 Meter Brust kam Katrin Puder bis auf neun Zehntelsekunden an Saskia Schmutzer heran und machte jener fast noch die vierte Goldmedaille streitig. Übrigens: Die dritten Plätze bei den 12-Jährigen teilten sich im Wechsel die e-benfalls für Wörth startenden Jana Scherrer und Michelle Reinhard, die über die 100 Meter Rücken sogar auf Platz Zwei kam. An dieses Spitzentrio anschließen konnte Janina Kolbeck von der SG Landau-Offenbach. Laut Protokoll der gut organisierten Schwimmveranstaltung waren es zwar nur die Plätze Vier und Fünf, aber die enorme Leistungssteigerung im Vergleich zum Wettbewerb in Pirmasens sind dennoch bemerkenswert. Die Realschülerin aus Roschbach schaffte bei fünf Starts gleich fünf neue Bestzeiten, die jeweils vier Sekunden und mehr unter der alten Marke lagen.Bei den Jungen konnten dann auch die Athleten von SG-Trainer Rainer Bieling punkten. Gleich zu Beginn setzte Florian Belkot bei den 12-jährigen eine Marke und belegte Platz Drei über die 100 Meter Lagen (1:38,18). Der gleichaltrige Jakob Wagenblatt wurde in 1:45,81 Dritter über seine Spezialstrecke, den 100 Meter Brust. Robert Lambach, 11 Jahre alt, zeigte zum Schluss des Wettbewerbs noch einmal Nerven und zollte den an-stehenden 100 Meter Delfin gehörigen Respekt. Letztlich musste der Landauer aber feststellen, dass auch die größten Hürden überwunden werden können: In 2:17,25 belegte er den zweiten Platz.
Im Starterfeld der 14-Jährigen war es der Wörther Billy Hüll, dem der Sprung auf das Treppchen gleich mehrmals gelang. Die 100 Meter Lagen (1:18,28) beendete er genauso als Erster, wie die gleichlangen Kraul (1:04,92), Brust (1:26,98) und Delfin (1:24,56). Lediglich mit seiner 1:25,83 auf der Rückenstrecke musste er sich zwei Konkurrenten geschlagen geben.
Ärgerlich für die SG Landau-Offenbach: Leistungsträgerin und Medaillenhoffnung Lisa Pätzold verletzte sich beim Einschwimmen und musste mit einem angebrochenen Finger in der Notaufnahme behandelt werden, die sie mit frisch gegipster Hand wieder verlassen durfte.


17.02.2008 BIENWALDCUP
WÖRTH (rpb). Gleich zum Auftakt des fünften Bienwald-Cups lieferten sich Raphaela Breuhauer vom TV Bad Bergzabern (TV) und Saskia Schmutzer vom gastgebenden SC Wörth (SC) einen spannenden Wettkampf. Über 100 Meter Lagen hatte Breuhauer die Nase vorn: Mit ihrer 1:21,16 Minuten lag die 12-Jährige aber gerade einmal eine Sekunde vor der zweitplatzierten Schmutzer (1:22,41). Beim nächsten Rennen konnte Schmutzer ihren Medaillenspiegel mit einer Goldmedaille aufwerten, denn die 100 Meter Delfin konnte sie mit großem Abstand für sich entscheiden. So auch die 50 Meter Kraul, die Breuhauer aber aus-ließ, um sich für die doppelte Distanz zu schonen. Der Plan ging auf und so freute sich das Team aus Bad Bergzabern über die 1:10,63 Minuten und die Goldmedaille. Saskia Schmutzer musste sich mit Platz Drei (1:16,03) zufrieden geben. Nach der Pause dann dasselbe Spiel. Schmutzer wurde Erste über die 100 Meter Brust (1:34,53), während Breuhauer sich auf die 100 Meter Rücken konzen-trierte und diese dann auch souverän gewann: 1:20,72 gegen 1:27,53 Minuten. Mit den Platzierungen in den Staffel-wettbewerben zählte Raphaela Breuhauer zu den erfolgreichsten Schwimmerinnen des gesamten Wettkampfs.
Bei den Jungen war ein solches Duell nicht auszumachen. Im Gegenteil, die Plätze auf dem Treppchen teilten sich gleich mehrere Schwimmer. Bei den 11-jährigen Athleten belegte Robert Lambach von der SG Landau-Offenbach (SG) über 100 Meter Lagen den zweiten Platz (1:50,18). Die 50 Meter Kraul (0:40,87) und Rücken (0:48,41) beendete Henrik Hamm (TV), jeweils als Zweiter. Auch bei den 10-Jährigen ließ sich kein Favorit ausmachen. Tobias Baumann und Luis Zimmermann, beide vom SC, teilten sich Platz Zwei und Drei über die 100 Meter Lagen. Auf der kurzen Kraul-strecke lieferten sich die im selben Lauf startenden Vereinskameraden Dominik Lerch und Nico Perner von der SG ein spannendes Rennen. Lerch (0:41,22) hat-te den schnelleren Anschlag, so dass letztlich nur ein Zehntel zwischen Silber und Bronze entschied. Nico Perner re-vanchierte sich bei den 50 Meter Brust und wurde mit seiner 0:53,18 Erster vor Nico Busch und Luis Zimmermann (SC). Auch die Rückenstrecke entschied Perner in 0:53,63 für sich, Marco Gast (TV) und Tobias Baumann (SC) hatten da mit ihrer silbernen und bronzenen Medaille das Nachsehen. „Trotz der sehr guten Leistung fehlt es beim jüngsten Bruder der überaus erfolgreichen Annnabelle Perner aber noch an technischen Details“, so Trainer Rainer Bieling, der sich gerade vom Duo Lerch und Perner zukünftig noch mehr verspricht. Jana Strohmeier (TV) eröffnete mit ihrem Sieg über die 100 Meter Lagen (1:35,53) den Wettbewerb der 11-Jährigen. Nikita Jauch (SC; 0:43,94) schlug über 50 Meter Delfin vor Kim-berly Breuhauer (0:47,72) und Jana Strohmeier (0:47,85) an. Kurios dann das Kraul-Rennen: Breuhauer und Wen-ke Eberhard (TSG Niefern) waren nicht nur gleich schnell gemeldet, sondern schlugen auch noch exakt gleichzeitig an. Die beiden teilten sich mit einer 0:37,37 den ersten Platz. Für Carla Wiggering (SC) blieb immerhin die Bronzemedaille. Jana Strohmeier (TV) gewann sowohl die 50 Meter Brust wie auch die 50 Meter Rücken vor ihrer drittplatzier-ten Vereinkameradin Kimberly Breuhauer.
Im Jahrgang 1998 schlug Maya Engel (TV; 1:53,68) über 100 Meter Lagen noch vor Mandy Weigel (SC; 1:59,06) an und sicherte sich Platz Zwei und damit die Silbermedaille. Engel wurde über die jeweils 50 Meter langen Kraul- und Bruststrecken Dritte; dafür schlug Weigel beim Brustschwimmen als Erste an. Lotte Wanner (SG) sicherte sich Bronze auf die 50 Meter Rücken (0:52,68). Ihr neunjähriger Bruder Karl wurde Dritter über 50 Meter Kraul (0:46,91).
Zum Abschluss der beiden Wettkampf-abschnitte wurden insgesamt neun Staf-felwettbewerbe ausgetragen, die dann auch die Leistungen der drei südpfälzischen Mannschaften widerspiegelten. Die Schwimmerinnen und Schwimmer des TV wurden je dreimal Erster und Zweiter. Der SC sicherte sich drei erste und vier zweite Plätze und die SG schlug je zweimal als Dritter an. Trainer Bieling zeigte sich dennoch zufrieden: „Während die erste Wettkampfmannschaft der SG bei den Staffelmeisterschaften in Mainz weilte, konnten die Nachwuchs-schwimmerinnen und -schwimmer beim gut organisierten Bienwald-Cup wichtige Wettkampferfahrung sammeln.“


10.02.2008 JAHRESAUFTAKT
DARMSTADT/PIRMASENS (rpb). Die Wettkampfmannschaften der SG Landau-Offenbach bestritten am vergangenen Wochenende den ersten Wettkampf im neuen Jahr. Während Trainer Fred Günther in Darmstadt weilte und seine Athleten Pflichtzeiten für die Süddeutschen Meisterschaften sammeln ließ, zeigten die Schützlinge von Rainer Bieling ihr Können beim regionalen Plub-Cup in Pirmasens.
„Besonders schwierig war die Umstellung von der 25- auf die 50m- Bahn. Und dann noch voll aus dem Training heraus zu guten Leistungen zu schwimmen, ist nicht gerade eine leichte Aufgabe“, so Fred Günther im Gespräch. Annabelle Perner meisterte die Anforderungen und knüpfte fast nahtlos an die eigentlich schnelleren Kurzbahnzeiten an. Über 100 Meter Kraul schlug sie als Dritte an (1:05,29 Minuten). So schnell war noch keine 14-Jährige in Landau. Und für die halbe Distanz benötigte sie gerade einmal eine 30,51. Die 100 Meter Brust waren dann wohl das deutlichste Indiz für die Belastbarkeit der Gymnasiastin: Obwohl zwei Wenden und damit wertvolle Erholungszeit fehlten, verbesserte Perner ihre Bestzeit um mehr als eineinhalb Sekunden auf 1:25,73 Minuten. Nele Zaucker, ebenfalls 14 Jahre alt, verbesserte sich bei acht Starts fünfmal. Der ganz große Wurf blieb aber aufgrund einer gerade erst auskurierten Verletzung im Bereich der Lendenwirbelsäule aus. Gut aufgelegt zeigte sich Laura Heberger. Von neun Starts wurden sieben mit Plätzen auf dem Treppchen belohnt: Vier erste, ein zweiter und zwei dritte Platzierungen gingen auf das Konto der bald 18-Jährigen. Der gleich alte Michael Hott wurde Zweiter über die 100 Meter Rücken in guten 1:12,57 und Dritter über die gleich weite Kraulstrecke (1:00,89).
Im Pirmasenser Plub lagen Freud und Leid ganz nahe beieinander. Die Leistungssteigerungen erfreuten nicht nur den Trainer Rainer Bieling, sondern auch seine Schwimmerinnen und Schwimmer. Es mussten aber auch einige schmerzhafte Disqualifizierungen verarbeitet werden. Keinerlei Nerven zeigte Florian Belkot. Der 12-jährige Bellheimer errang eine Bronzemedaille über 200 Meter Kraul (3:15,19) und verbesserte sich über die 100 Meter Lagen und Rücken jeweils um mehr als zehn Sekunden. Der gleich alte Paul Knauth kletterte über die 200 Meter Brust genauso aufs Treppchen, wie der 11-jährige Julius Gawlick. Knauth wurde in 4:10,56 Dritter, Gawlick in 4:14,87 sogar Zweiter. Jakob Wagenblatt schlug in einem spanneden Wettbewerb über die 100 Meter Brust als Erster an. Die Goldmedaille sicherte sich der 12-jährige in 1:46,63 noch vor Vereinskamerad Ferdinand Strunk der mit einer 1:54,99 und dem vierten Platz das Nachsehen hatte. Wagenblatt wurde dann noch Zweiter über die 200 Meter Brust (3:44,14). Jonas Bentz, 16 Jahre alt, sicherte sich den zweiten Platz über die 100 Meter Rücken (1:34,31).Bei den Mädchen waren nicht nur die Konkurrenz härter, sondern auch die Schieds- und Schwimmrichter richtigerweise sehr aufmerksam. Die 14-jährige Kira Latz setzte sich gegen die schwierigen äußeren Bedingungen durch und wurde Dritte über die 200 Meter Brust (3:48,87). Ihre Vereinskameradinnen mussten sich dagegen trotz Bestzeiten und Leistungszuwächsen mit Plätzen im Mittelfeld zufrieden geben.

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