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(rpb). Bei den Schwimmerinnen und Schwimmern der SG Landau-Offenbach trumpfte vergangenes Wochenende die zweite Garnitur auf. Während die Leistungsträger ihre sonntägliche Trainingseinheit im heimischen Hallenbad absolvierten, starteten die Masters in Brühl und die zweite und dritte Wettkampfmannschaft in Ludwigshafen. Bei den Masters gab Melissa Perner ihr Debüt. Die 20-Jährige überraschte mit Bestzeiten über 100 Meter Rücken (1:13,64 Minuten) und 100 Meter Lagen (1:17,03). Diese wurden genauso mit Gold belohnt, wie ihre Starts über 50, 100 Meter Kraul und 100 Meter Brust. „Wir sind gerade dabei das Potential auf den Rückenstrecken auszubauen. Dass es über die 50 Meter dann nur zum zweiten Platz reichte, ist zu verkraften. Im Gegenteil: die Bestzeit (0:34,42) bestätigt vielmehr mein Vorhaben und ich bin sicher, dass sich die Umstellung schon jetzt gelohnt hat“, so die Essingerin nach dem Wettbewerb. Weitere erste Plätze gingen an Remo Gewiss über 100 Meter Lagen (1:07,26) und Juliane Graupner über 100 Meter Brust (1:38,88). Der 21-jährige Remo Gewiss wurde noch dreimal Zweiter, wohl auch, weil er bei allen drei Starts nicht seine Bestleistung abrufen konnte. Magnus Hellmich, 53 Jahre alt, freute sich über Silber über 50 Meter Brust (0:39,45) und erhielt je eine bronzene Medaille für die 100 Meter Brust (1:30,56) und 50 Meter Rücken (0:42,08). Auf den dritten Platz schwamm auch Philipp Spangenberg. Er beendete die 50 Meter Brust in 0:39, 25 Minuten. Noch mal auf dem Treppchen stand Juliane Graupner: Silber über 100 Meter Lagen (1:30,76) und Bronze über 100 Meter Kraul (1:23,97).
In Ludwigshafen war es die 19-jährige Isabel Röder, die mit silberfarbenem Edelmetall dekoriert wurde: 2:36,26 über die 200 Meter Kraul und eine 2:59,67 über 200 Meter Rücken reichten am Ende. Ähnlich erging es dem gleichaltrigen Marcel Kühner. Wenn auch nur jeweils Dritter, konnte er zumindest über die 100 Meter Delfin (1:08,44) und 200 Meter Rücken (2:46,97) an die Form des alten Jahres anknüpfen. Frank Dissinger, 18 Jahre alt, profitierte vom schwachen Starterfeld und nahm eine silberne über die 100 Meter Delfin (1:16,37) und eine bronzene Medaille über die gleichlange Bruststrecke (1:26,89) mit nach Hause. Janina Kolbeck trotzte den immer noch anhaltenden gesundheitlichen Problemen und erkämpfte sich Bronze für ihre Leistung über 100 Meter Delfin (1:35,76).
Für eine Überraschung sorgte der erst 11-jährige Nico Perner, der jüngste Bruder der talentierten Perner-Schwestern. Gleich um zwanzig Sekunden verbesserte er seine Bestzeit über 100 Meter Brust (1:42,78), die erst seit Anfang Dezember zu Buche steht. In Vorbereitung auf seinen Start bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Mai 2008 testeten die Trainer Fred Günther und Rainer Bieling sein Stehvermögen über die lange Kraulstrecke, den 400 Meter Kraul (6.:56,03). Davon ließ sich der aufgeweckte Athlet aber nicht abschrecken. Souverän beherrschte er das Feld, nur das Bahnen zählen muss noch geübt werden. So staunte der Zeitnehmer nicht schlecht, als Nico Perner am Ende statt anzuschlagen zur Rollwende ansetzte und noch einmal 50 Meter schwamm. „Wenn wir diese Anfängerfehler bis zum Frühjahr in den Griff bekommen, sind bei den Meisterschaften Topleistungen zu erwarten“, war sich das Trainergespann einig. |